Montag, 16. Januar 2012

[Rezension] "Spiegelkind" von Alina Bronsky


Autor:       Alina Bronsky

Sprache:     Deutsch

Verlag:        Arena

Seiten:       301

Preis:         14,99€ (Hardcover)

ISBN:
        978-3401067988

Altersempfehlung: ab 12



Kurzbeschreibung:
Juli ist 15 und lebt in einer Welt, in der es gefährlich sein kann, wenn man nicht Normal ist. Alles scheint geregelt zu sein, jeder ist verschlossen und oberflächlich. Doch für Juli ist dieses Leben eben - genau - normal. Doch dann gerät alles aus den Fugen, denn plötzlich ist Julis Mutter spurlos verschwunden. Sie wusste schon immer, dass ihre Mutter nicht so ist, wie andere, doch was sie dann erfährt, verblüfft sie vollkommen: Ihre Mutter gehört zu der Art der Pheen, die von den Normalen, zu denen auch Julis restliche Familie zählt, verachtet wird. Wurde ihre Mutter etwa entführt? Juli versucht alles um Antworten zu erhalten, doch ihr Vater zeigt sich verschlossen. Und dann ist da auch noch Ksü, die so anders ist von ihrer Art her und zudem noch recht seltsam aussieht.Vielleicht können Ksü und ihr Bruder Ivan Juli helfen herrauszufinden, was hinter all dem steckt...

Meine Meinung:
Das Cover des Buches hat mir von Anfang an wirklich sehr gut gefallen. Ich fande die Gestaltung einfach wunderschön und im nachhinein auch passend zum Thema. Darauf zu erkennen ist, wie ich finde, ein Wald. Dieser Wald spielt eine besondere Rolle in der Geschichte, da Julis Mutter viel malt und auf ihren besonderen Bildern immer wieder ein Wald mit zu sehen ist. Wenn man das Buch in den Händen hält, kann man auch noch leichte silberne Fäden erkennen, die sich über das ganze Buch ziehen (was man leider nicht auf dem Bild oben erkennen kann). Das Cover ist also ein echter Eyecatcher - eben ein richtiges Highlight!

Durch den leichten Schreibstil und die nicht allzu langen Kapiteln kommt man sehr leicht durchs Buch. Es ist also keine schwere Lektüre und man hat es relativ schnell durch, was mir sehr gut gefallen hat. Man kommt gut in die Geschichte rein und lernt immer mehr über die Welt, in der Juli lebt, und ihre Regeln dazu. Schade finde ich allerdings, dass man nicht genau erfährt, wo die Geschichte spielt - ob in den USA, Deutschland oder vielleicht auch in einem ausgedachten Land. Die Zeit wird hier auch nicht genau genannt, obwohl es sich schon erahnen lässt, dass es eher in der heutigen Zeit, vielleicht aber auch in naher Zukunft spielt. Dieser Punkt war für mich aber eher nebensächlich, da es für die Geschichte keine große Rolle gespielt hat.

Juli, die Hauptperson und Ich-Erzählerin, beschreibt sich selbst als recht unauffällig und "normal". Doch schon am Anfang des Buches merkt man, dass sie auch aufbrausend sein kann. Sie ist eben nicht wirklich normal, aufgrund der Herkunft ihrer Mutter. Mir hat gefallen, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen und immer weiter versucht hat ihre Mutter zu finden. Ich fande ihr Handeln, so, wie es Bronsky geschrieben hat, auch glaubwürdig und nicht irgendwie unverständlich. Man konnte auch gut sehen, wie sie sich in ihrem Denken verändert hat und immer mehr erkannte, wie merkwürdig sich die "Normalen" eigentlich verhalten. Was mich bloß ein bisschen stutzig gemacht hat, war, dass sie angeblich noch nie etwas von Pheen gehört hat, obwohl dieses Wort z.B. in ihrer Schule häufig als Schimpfwort benutzt wird - sprich: Alle außer sie wissen über Pheen bescheid.
Immer wieder wurde daraufhingewiesen, wie allein Juli sich fühlt und diese Stimmung hat sich dann auch auf mich ausgwrikt. Ich konnte so richtig mit ihr mitfühlen und als Juli und Ksü sich angefreundet hatten, war ich immer froh, wenn Ksü da war und hab sie, wie Juli, immer mehr gemocht.
Insgesamt hat mir Ksüs Charakter wirklich sehr gut gefallen. Ich fande ihre Leichtigkeit und Herzlichkeit, in dieser sonst so doch recht kalten Welt, einfach schön und auch einzigartig. Ich könnte sie mir als Freundin sehr gut vorstellen, trotz ihres sehr eigensinnigen Aussehens - denn Ksü hat auf ihrem glatt rasiertem Kopf eine Schlange, die, wie sie selbst sagt, keine Tätowierung ist. Was es ist müsst ihr schon selbst herausfinden ;-)

Sehr eindrucksvoll fande ich auch das Ende der Geschichte - insbesondere der letzte Satz hat mich wirklich verblüfft zurück gelassen. Ich kann es wirklich kaum erwarten, wie es weiter gehen wird. Diese eine Frage in meinem Kopf MUSS unbedingt beantwortet werden! Leider ist mir noch nicht bekannt, wann der zweite Teil der Trilogie erscheinen wird.

Fazit:
Eine wirklich schöne Geschichte, die einen im wahrsten Sinne des Wortes aus dem normalen Alltag reißt. Ich freue mich auf die Folgebände und vergebe 4 von 5 Glückskäfern :-)

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Für mehr Infos über Pheen - einfach hier klicken!
Noch etwas über die Autorin:
Alina Bronsky, Jahrgang 1978, war Medizinstudentin, Werbetexterin und Redakteurin bei einer Tageszeitung, bis sie eines Tages ein Manuskript an drei Verlage schickte und auf Anhieb die Zusage bekam. Ihr Debüt „Scherbenpark” gehörte zu den meist beachteten Debüts des Jahres 2008 und wurde für diverse Preise nominiert, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis. Ihr zweiter Roman „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche” stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Die Rechte an Bronskys Romanen wurden in über zehn Länder verkauft, sie erscheinen unter anderem in den USA und Italien.

Kommentare:

  1. Das Buch klingt auch ganz gut, keine Frage. Tolle Rezi

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    1. Die Geschichte scheint sehr interessant zu sein...und das Cover sieht echt schön aus :-) Muss ich mir auch mal besorgen das Buch.

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  2. Hallo Sandra, ein Stöckchen für dich, wenn du magst
    http://sternthaler75.blogspot.com/2012/01/ein-stockchen.html
    LG Petra

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  3. Ich find dass Buch echt toll ich muss es auch mal lesen und danke für die Rezi :D

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  4. Ich find dass Buch echt toll ich muss es auch mal lesen und danke für die Rezi :D

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  5. Eben heute Morgen bin ich auf "Spiegelkind" gestossen und habe mir gesagt, dass ich das Buch unbedingt lesen muss, denn ich habe schon die beiden anderen Bücher von Alina Bronsky gelesen und geliebt. Die sind aber ganz anders . . .
    lG Favola

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